Chișinău

Erkunden Sie das jüdische Leben in Chişinău

Dieser AudioWalk erweckt Chişinăus jüdische Geschichte wieder zum Leben. Entdecken Sie die einzigartige Atmosphäre dieser multiethnischen Stadt, die für ihre große und lebendige jüdische Gemeinde bekannt war. Orte der Gewalt sowie des kulturellen Austauschs werden sichtbar, wenn Sie den Erinnerungen von dreizehn jüdischen Holocaust-Überlebenden lauschen. Ihre persönlichen Geschichten, die sie in Centropa-Interviews erzählten, verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart und führen Sie durch die Stadt.

Der Chişinău AudioWalk wurde von Centropa, dem Büro für Erinnerungskultur, der jüdischen Gemeinde Moldawiens, Maghid – Jewish Heritage Moldova und EcoVisio entwickelt.

Alle Stationen vom Chișinău Audiowalk

Intro: Jüdisches Leben in Chişinău

„In meiner Kindheit war Chişinău eine ziemlich große Stadt. Sie hatte moldauische, russische, jüdische, griechische, armenische, bulgarische und polnische Bevölkerungsteile.“ – David Wainshelboim

Jüdischer Friedhof

„Der Friedhof wurde nach dem Krieg zerstört, als die sowjetischen Behörden versuchten, die Erinnerung an die Juden, die in dieser Stadt gelebt hatten, zu zerstören. Jetzt gibt es an dieser Stelle einen Park, der heute fast zum Zentrum von Chișinău gehört.“ – Boris Dorfman

Choral-Synagoge

„Ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Vater an den Feiertagen seinen schwarzen Anzug anzog und mit meiner Mutter in die Choral-Synagoge, die größte Synagoge in Chișinău, ging […] Die Synagoge war sehr schön, und es waren viele Menschen darin.“ – Bella Chanina

Gleizer Shil

Die Gleizer Shil spielte nach 1945 eine wichtige Rolle für das jüdische Leben in Chișinău , da die sowjetischen Behörden der jüdischen Gemeinde lediglich die Nutzung eines einzigen religiösen Raums erlaubten.

Lemnaria Synagoge

Die ehemalige Lemnaria-Synagoge wurde 1835 erbaut und war über 100 Jahre lang eine der zentralen Synagogen der Stadt. Heute ist es die Heimat der jüdischen Gemeinde, eines jüdischen Kulturzentrums sowie verschiedener jüdischer Wohltätigkeitsorganisationen und Jugendorganisationen.

Alexandrowskaja-Straße

„Die Alexandrowskaja-Straße war wie die meisten Straßen in Chişinău mit Kies gepflastert. Es fuhr dort eine Straßenbahn und es gab einstöckige Häuser, einige von ihnen waren schön. Viele Geschäfte in der Alexandrowskaja-Straße gehörten Juden.“ – Zlata Tkach

Jüdisches Krankenhaus

Das ehemalige jüdische Krankenhaus wurde 1817 gegründet. Mit der Vergrößerung der jüdischen Gemeinde, wurde es erweitert. Bis zur Verstaatlichung im Jahr 1940, gehörten ein Armenhaus und eine Synagoge zum Krankenhaus.

Jüdisches Waisenhaus

Das Waisenhaus für jüdische Mädchen wurde 1920 eröffnet und war bis zu seiner Schließung 1940 die Heimat der Centropa-Interviewpartnerin Shlima Goldstein.

Liceul Dadiani

Das Gebäude von „Liceul Dadiani“ wurde 1901 als Mädchenhochschule errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es bis 1964 als Hauptquartier des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei.

Französisches Gymnasium Jeanne D’Arc

„Nach dem Abschluss der Grundschule besuchte ich das französische Gymnasium Jeanne d’Arc. Es war ein privates Gymnasium, das prestigeträchtigste und teuerste der Stadt. „

Mädchenschule Regina Maria

Das Mädchengymnasium „Regina Maria“ wurde 1864 als Privatschule für Mädchen aus angesehenen Familien in Chişinău gegründet. Unter ihren Schülern waren die Centropa-Interview-Partnerinnen Sarra Shpitalnik und Zlata Tkach.

Berufsschule für jüdische Mädchen

Die Schule wurde 1885 auf Initiative der bessarabischen Eliten gegründet und spielte eine wichtige Rolle für die ärmsten jüdischen Familien: Die Ausbildung war kostenlos, die besten Schüler erhielten Stipendien und die Schule organisierte kostenlose Sommerlager.

Stadtpark

„Junge Leute trafen sich zum Spazierengehen im Stadtpark, wo sich das Denkmal von Stefan dem Großen befindet. Ich war gerne in diesem Park, um auf einer Bank mit einem Buch zu sitzen und heimlich die verliebten Paare zu beobachten.“ – Polina Leibovich

Villa Kligman

In der Villa Kligman lebte eine der bekanntesten jüdischen Familien aus Chişinău. Es wurde 1898 im Auftrag des Anwalts Moses Kligman erbaut.

Stolperstein (für Moise Berliand)

Ein in den breiten Bürgersteig eingelassener Stolperstein erinnert an Moise Berliand, der nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wurde.

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